Porträt eines Cochlear Hörpaten, der seine persönlichen Erfahrungen mit Hörverlust und Hörlösungen teilt.

Silke

Cochlear™ Nucleus® Soundprozessoren

Meine Hörreise im Überblick

Mein Weg: Hörverlust durch Spätfolgen einer Maserninfektion und zusätzlichen Hörsturz – später nahezu vollständiger Hörverlust und Kommunikation vor allem über „vom Mund absehen“ und Gebärdensprache. Heute beidseitig mit CI versorgt und wieder aktiv im Alltag und Berufsleben.

Meine größte Sorge vor der CI-Versorgung: Mein Restgehör endgültig zu verlieren – und plötzlich alles nur noch „elektronisch“ zu hören.

Was ich gern früher gewusst hätte: Dass das Gehirn Zeit braucht, um Hören neu zu lernen – und wie viel Lebensqualität und Selbstständigkeit mit einem CI zurückkommen können.

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Trauen Sie sich, offen über Ihre Sorgen und Zweifel zu sprechen.
Mir hat besonders geholfen, echte Erfahrungen anderer CI-Träger kennenzulernen und Schritt für Schritt Vertrauen in die neue Hörsituation zu entwickeln. Gerade am Anfang braucht es Geduld – aber viele kleine Fortschritte können unglaublich motivierend sein.
Ich weiß, wie sich ein langjähriger Hörverlust auf Alltag, Familie und Selbstständigkeit auswirken kann. Ich kann darüber berichten, wie ich die Zeit rund um Implantation, Hörtraining und das Wiederentdecken von Geräuschen erlebt habe. Für mich war besonders wichtig zu erfahren, dass Hören mit einem CI ein Entwicklungsprozess ist – und wie viel dadurch wieder möglich werden kann.

Mit 17 Jahren bemerkte ich zum ersten Mal, dass etwas mit meinem Gehör nicht stimmte. Namen verstand ich schlechter, und wenn mich jemand von hinten ansprach, reagierte ich oft nicht mehr. Später stellte sich heraus, dass die Spätfolgen einer Maserninfektion und ein zusätzlicher Hörsturz zu meinem Hörverlust geführt hatten.

Mit der Zeit verschlechterte sich mein Hören immer weiter. 

Telefonate waren schließlich nicht mehr möglich, sodass ich meine Arbeit in einer Versicherung aufgeben musste. 

Auch im Familienalltag brachte der Hörverlust viele Herausforderungen mit sich. Als meine Kinder klein waren, konnte ich sie nicht weinen hören und arbeitete deshalb mit einem Babysender, der optische Signale gab. Meine Familie lernte früh, mich beim Sprechen anzuschauen, damit ich vom Mund abesehen konnte.

Je schlechter mein Hören wurde, desto mehr zog ich mich zurück. 

Familienfeiern oder Treffen mit Freunden wurden anstrengend, weil ich Gesprächen kaum noch folgen konnte. Auch Arztbesuche waren oft belastend, weil ich vieles nicht verstand und mich zunehmend unsicher fühlte.

Als Ärzte mich erstmals auf die Möglichkeit eines Cochlear Implantats ansprachen, hatte ich große Zweifel. Ich fürchtete, mein Restgehör endgültig zu verlieren, und konnte mir nicht vorstellen, nur noch „elektronisch“ zu hören. Erst ein Praktikum meiner Tochter bei einer Logopädin brachte die Wende. Dort erlebte sie, wie gut frisch implantierte Menschen wieder hören konnten – und ermutigte mich, diesen Schritt ebenfalls zu gehen.

Nach der ersten Operation begann für mich eine völlig neue Hörreise. Anfangs klang alles ungewohnt, doch Schritt für Schritt lernte ich wieder zu hören und Geräusche zuzuordnen.

Ein besonderer Moment war, als ich im Krankenhaus plötzlich meine eigenen Schritte hörte. 

Da wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass Hören wieder möglich ist.

Inzwischen bin ich auf beiden Seiten mit Cochlear Implantaten versorgt. Dadurch hat sich mein Hören noch einmal deutlich verbessert und mein Alltag ist spürbar leichter geworden.

Heute kann ich wieder telefonieren, aktiv am Leben teilnehmen und sogar Musicals besuchen – etwas, das früher undenkbar gewesen wäre.

 


Hinweis:
Dieses Profil ist ein Beispiel – starten Sie eine kurze Anfrage, und wir stellen den Kontakt zu einer passenden Hörpatin oder einem passenden Hörpaten her.

Der Austausch ersetzt keine medizinische Beratung – bitte wenden Sie sich dafür an Ihren Hörspezialisten.

Disclaimer

Das Hörpaten-Programm wird von Montag bis Freitag betreut (ausgenommen an Feiertagen). Anfragen, die am Wochenende oder an Feiertagen eingehen, können daher mit Verzögerung beantwortet werden.

Informieren Sie sich bei Ihrer Gesundheits-Fachperson über die Möglichkeiten der Behandlung von Hörverlust. Ergebnisse können abweichen; Ihre Gesundheits-Fachperson berät Sie bezüglich der Faktoren, die Ihr Ergebnis beeinflussen könnten. Befolgen Sie stets die Gebrauchsanweisung. Nicht alle Produkte sind in allen Ländern erhältlich. Für Produktinformationen wenden Sie sich bitte an Ihren Vertreter von Cochlear.

Eine vollständige Liste der Marken von Cochlear finden Sie auf unserer Seite mit den Nutzungsbedingungen.

Alle Äußerungen sind die Ansichten der Einzelpersonen. Um zu ermitteln, ob Hörlösungen von Cochlear für Sie geeignet sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Hörspezialisten.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsneutrale Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform beinhaltet keine Wertung.