Messen des Hörverlusts

Durch Hörtests kann gemessen werden, wie viele Geräusche wir noch hören können oder nicht mehr hören. Es gibt viele verschiedene Prüfmethoden; der Hals-Nasen-Ohren-Arzt wird diejenigen verwenden, die zur Beurteilung Ihres Gehörs am besten geeignet sind. Die Ergebnisse lassen sich dann grafisch in einem Audiogramm darstellen.

Das Messen der Hörleistung hilft dabei festzustellen, welches Hörproblem Sie haben. Ihr Hals-Nasen-Ohren-Arzt kann anschliessend die besten Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen.

Hörverlust wird in Dezibel-HL (dB HL/HL = hearing level [Hörschwelle]) gemessen. Dieser Wert gibt an, um wie viel lauter ein Geräusch im Vergleich mit einem Normalhörenden sein muss, damit Sie es hören können. Die Hörschwelle lässt sich für reine Tonsignale, aber auch für Sprachsignale messen – entweder für beide Ohren gemeinsam (bilateral) oder für jedes Ohr allein (unilateral).

Audiogramm mit Graden an Hörverlust

Es wird zwischen geringem, mittlerem, hochgradigem und an Taubheit grenzendem Hörverlust unterschieden.

  • Normales Hören
    Hören leiser Geräusche bis zu 20 dB HL.
  • Geringer Hörverlust
    Hörverlust im besser hörenden Ohr zwischen 25 und 39 dB HL.
    Schwierigkeiten beim Verstehen von Sprache in Situationen mit vielen Geräuschen.
  • Mittlerer Hörverlust
    Hörverlust im besser hörenden Ohr zwischen 40 und 69 dB HL.
    Schwierigkeiten beim Verstehen von Sprache ohne Hörhilfe.
  • Hochgradiger Hörverlust
    Hörverlust im besser hörenden Ohr zwischen 70 und 89 dB HL.
    Erfordert eine starke Hörhilfe oder ein Implantat.
  • An Taubheit grenzender Hörverlust
    Hörverlust im besser hörenden Ohr ab 90 dB HL.
    Kommunikation erfolgt hauptsächlich durch Lippenlesen und/oder Zeichensprache oder mit Hilfe eines Implantats.

Art und Stärke des Hörverlusts hängen davon ab, welche Bereiche des Ohrs ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen und wie stark sie geschädigt sind.